Was für eine Nachricht: Der Tourismus bekommt im neu aufgestellten bayerischen Wirtschaftsministerium eine eigene Abteilung! Damit wird endlich der richtige und längst überfällige Schritt gegangen, um dem Tourismus als eine der Leitökonomien des Freistaates auch auf der politischen Bühne den notwendigen Stellenwert zu geben. Eine langjährige Forderung unseres Verbandes geht damit in Erfüllung – auch wenn es (noch) kein eigenes Ministerium ist…

Die Ankündigung des neuen Wirtschaftsministers Franz Josef Pschierer zeigt, dass die Politik die Zeichen der Zeit erkannt hat und dem Tourismus die politische Bedeutung gibt, die er längst verdient hat. Bisher war der Tourismus nur Teil einer Abteilung, die sich auch mit vielen anderen Themen beschäftigt hat. Das soll und wird sich jetzt ändern. Pschierer hat den Tourismus zur Chefsache erklärt. Diese Entscheidung zeigt aber auch, dass unsere Beharrlichkeit und unsere intensive Arbeit Früchte tragen. Nur, weil wir an den entscheidenden Stellen und mit deutlichem Nachdruck unsere Themen immer wieder platziert haben, sind solche wichtigen Weichenstellungen überhaupt möglich. Mit der Ankündigung der Einrichtung eines Tourismuskompetenzzentrums ist Franz Josef Pschierer noch einer weiteren langjährigen Forderung unseres Verbandes nachgekommen. Einen solchen Think-Tank brauchen wir, um den Erfolg des bayerischen Tourismus und damit das wirtschaftliche Überleben unserer Betriebe langfristig zu sichern. In diesem Zusammenhang möchte ich noch einmal auf die Kampagne Wirtshauskultur hinweisen. Hier können wir mit großzügiger Unterstützung des Wirtschaftsministeriums ein Bündel von Maßnahmen anbieten, um kleine und mittelständische Betriebe, die es aktuell extrem schwer am Markt haben, zu unterstützen. Sie alle sollten dies nutzen! Die Weichen für die Zukunft des Tourismus sind aktuell richtig gestellt. Das ist gut so, reicht aber natürlich noch lange nicht aus. Denn damit unsere Betriebe richtig Gas geben können, brauchen wir eine Entlastung bei der Bürokratie, steuerliche Gerechtigkeit bei Speisen und Getränken und mehr unternehmerische Freiheit. Und wir brauchen weiterhin die Unterstützung des Staates. Deshalb werde ich nicht müde, eine Fördersumme von 60 Millionen Euro für die nächsten vier Jahre für das bayerische Gastgewerbe zu fordern, damit insbesondere kleinere Gastwirtschaften mit den nötigen Impulsen durchstarten können, und wir dem Wirtshaussterben entgegenwirken können. Wie man sehen kann, zahlt sich Beharrlichkeit aus. Deshalb müssen wir weiterhin gemeinsam an einem Strang ziehen, um weitere Erfolg für unsere Branche zu erzielen.