Liebe Mitglieder,

 

am 24. September 2017 haben Sie die Wahl. Sie entscheiden mit darüber, wer künftig in Deutschland Regierungsverantwortung trägt und damit die politischen Rahmenbedingungen auch für unsere Branche bestimmt. Das Gastgewerbe ist eine Wachstumsbranche. Der achte Übernachtungsrekord in Folge ist möglich. Der Jobmotor läuft. Unsere Betriebe stehen für Gastfreundschaft, Genuss und Kommunikation und sind für das Funktionieren der Gesellschaft unerlässlich. Doch die aktuellen Herausforderungen sind groß. Wichtige Weichen müssen gestellt werden. Im Vorfeld der Bundestagswahl wollten wir mit dem DEHOGA-Wahlcheck deshalb wissen, wer an der Seite der Hoteliers und Gastronomen steht. Wir haben die in der Bundesregierung und in den Landesregierungen vertretenen Parteien und deren Kandidaten in den Wahlkreisen mit den Brennpunktthemen der Branche wie Flexibilisierung des Arbeitszeitgesetzes, steuerliche Gleichbehandlung aller Speisen und unserem Nein zur Hygieneampel konfrontiert. Die Antworten der Parteien liegen ebenfalls vor wie die von Stand heute* 661 Kandidaten. So viele wie niemals zuvor. Auf www.dehoga. de haben wir für Sie die Parteiantworten in einer übersichtlichen Synopse in einer Lang- und einer Kurzversion zusammengefasst. Auch die Positionen der Kandidaten zu den drängendsten Branchenanliegen finden Sie auf unserer Homepage – ungekürzt, im Wortlaut.

Im Ergebnis erreichen wir die höchsten Übereinstimmungswerte mit der FDP, dicht gefolgt von der CDU/CSU. Mit größerem Abstand dahinter liegen SPD, Grüne und LINKE. Erfreulich:

CDU/CSU und FDP haben sich klar für die Beibehaltung des ermäßigten Steuersatzes für Beherbergungsleistungen ausgesprochen. Flexibilisierungsbedarf in Sachen Arbeitszeitgesetz

sehen fast alle Parteien, wenngleich lediglich die FDP klar eine Wochenarbeitszeit nach EU-Recht befürwortet. CDU/CSU haben den Handlungsbedarf erkannt, setzen jedoch auf die Tarifpartner, wobei die CSU explizit praxisgerechte Lösungen gerade auch für

die Gastronomie anstrebt. In jedem Fall lohnt sich die Lektüre der Parteiantworten im Detail, insbesondere zu unserem Kernanliegen „Gleiche Steuern für Essen.“ Die Unterschiedlichkeit der beschriebenen Konzepte, Lösungsansätze und Haltungen macht deutlich: Es geht um viel. Nutzen Sie deshalb das Angebot Ihres DEHOGA, sich umfassend zu informieren. Es kann und darf Ihnen nicht gleichgültig sein, wer nach der Wahl am Steuer sitzt und den Kurs für unsere Branche vorgibt. Gehen Sie zur Wahl und tragen Sie mit Ihrer Stimme dazu bei, dass Politiker im Land das Sagen bekommen, die für die Belange des Mittelstandes kämpfen, die sich für den Tourismusstandort Deutschland einsetzen und die die große wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung von Gastronomie und Hotellerie anerkennen und entsprechend handeln. Gemeinsam sind wir stark. Zusammen können wir etwas bewegen. Demokratie ist, was wir daraus machen. Es geht um nichts Geringeres als um die Zukunft unserer Branche.

In diesem Sinne: Geben Sie der Stimme des Gastgewerbes Gewicht.

 

Ich zähle auf Sie!