Es ist angerichtet: Am 18. April treffen wir uns zu unserem diesjährigen GastroFrühling auf dem Münchner Frühlingsfest. Ich freue mich schon, Sie alle wieder oder auch zum ersten Mal im Hippodrom begrüßen zu können. Ich freue mich über die überwältigende Zahl von Anmeldungen und dass unsere Branche auch dieses Jahr wieder Stärke zeigt. Die Erfahrung der letzten Jahre hat deutlich gemacht, dass Politik, Partner und Öffentlichkeit von diesem geschlossenen Auftritt des Gastgewerbes durchaus beeindruckt sind. Das ist wichtig, denn nur so können wir unseren berechtigten Interessen Nachdruck verleihen und auch weiterhin Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Betriebsführung mitgestalten.

Ich werde in meiner diesjährigen Grundsatzrede einmal mehr deutlich machen wo uns der Schuh drückt. Themen liefert ein immer weiter zunehmender Kontrollwahn unserer Staatsorgane zu Hauf. Immer neue Verordnungen, Regelungen oder Gesetze, mit denen wir uns beschäftigen müssen, bringen gerade den familiengeführten Mittelstand mehr und mehr in Bedrängnis. Verordnungen und Pflichten deren Sinn immer häufiger mehr als angezweifelt werden darf, die uns Zeit und Geld kosten, uns vor allem aber von der wesentlichen Aufgabe als Gastgeber schlichtweg abhalten. Ich werde versuchen aufzuzeigen wie diese verhängnisvolle Entwicklung einem familiengeführten Mittelstand, einer tragenden Säule in jeder Krise, mehr und mehr das Wasser abgräbt.

Selbstverständlich müssen wir auch selbst immer besser werden, uns den Zeichen der Zeit stellen, von anderen lernen und uns weiterentwickeln. Dass Qualität der Schlüssel zum Erfolg ist, muss ich Ihnen nicht ein weiteres Mal sagen. Wie viel wertvolle Zeit uns eine überbordende Bürokratie in nahezu allen Bereichen raubt, spüren wir bei unserer Arbeit täglich. Dennoch hatten wir in der Hotellerie die Möglichkeit, aufgrund des reduzierten Umsatzsteuersatzes zu investieren und neue, attraktive Angebote für die Gäste zu schaffen. Die erfreulichen Zahlen der Tourismus-Bilanz des vergangenen Jahres sind da ein kleiner Beleg. Auch wenn diese leider über eine sehr ungleiche Verteilung hinwegtäuschen und auf die hinzuweisen ich nicht müde werde. Umso wichtiger ist es, dass durch einen reduzierten Mehrwertsteuersatz für die Gastronomie auch in diesem Bereich Investitionen ermöglicht werden.

Ein maßgeblicher Baustein für die Zukunftsfähigkeit unserer Branche sind aber auch die Fachkräfte – immer gewesen. In einem immer knapper werdenden Markt müssen wir hierauf unseren verstärkten Fokus legen, bei der Bewältigung der Zuwanderung durch Flüchtlinge unseren Beitrag leisten, damit sich am Ende daraus Chancen und nicht Probleme entwickeln. Wir müssen aber auch im positiven Sinn vergleichbar mit anderen Branchen werden  – von der qualifizierten Ausbildung über wertschätzenden Umgang mit den Mitarbeitern, zukunftsfähigen Karrieremöglichkeiten und nicht zuletzt auch der Entlohnung. Im Verband haben wir hierzu viele Hilfestellungen erarbeitet und unterstützen unsere Mitglieder wo wir nur können. Unsere Ausbildungsbotschafter sind in Schulen unterwegs, um über die gastgewerblichen Berufe zu informieren und junge Menschen zu begeistern. GMP und TOP-Ausbildungsbetrieb sind zwei weitere Bausteine, die jeder von uns nutzen kann. Wir vertreten eine der schönsten und spannendsten Branchen der Welt und dieses positive Gefühl müssen wir in der Gesellschaft verankern. Das geht sicher nicht von heute auf Morgen, aber es anzugehen ist ein Ziel, das sich lohnt. Der GastroFrühling und die Botschaft, die wir mit ihm senden, ist ein Baustein auf diesem Weg. Ich hoffe und freue mich Sie/Euch in München begrüßen zu dürfen.