Uns geht es explizit nicht um mehr Arbeit oder weniger Arbeitsschutz. Es geht auch nicht um unbezahlte Mehrarbeit. Zudem garantieren die gesetzlichen europäischen Regelungen der Ruhezeiten die gesundheitlichen Belange unserer Mitarbeiter. Das, was wir benötigen, ist lediglich etwas mehr Flexibilität. Damit wir gemeinschaftlich zu jeder Zeit Gästen den besten Service bieten können. Von der Umstellung von einer täglichen auf eine wöchentliche Höchstarbeitszeit, so wie sie die EU-Richtlinie bereits vorsieht, profitieren alle: Unternehmer, Mitarbeiter und Gäste.

Eine aktuelle Studie belegt den dringenden Handlungsbedarf: Allein seit 2015 haben bereits 54,2 Prozent der Hoteliers und Gastronomen ihre Öffnungszeiten aufgrund des starren Arbeitszeitgesetzes reduziert. Über die Hälfte der Betriebe hat ihr Leistungsangebot (Küchenzeiten, Speiseauswahl, Veranstaltungen, Mittagstisch, Catering etc.) eingeschränkt und 32,5 Prozent haben ihre Ruhetage erhöht. Diese Zahlen untermauern, wie sehr dies dem Tourismusstandort Bayern schadet, denn wo keine gastronomische Verpflegung über den Tag gewährleistet ist, kann auch kein Tourismus stattfinden.