Das bayerische Gastgewerbe ist einzigartig. Wirtshäuser sind seit Jahrhunderten eine feste, nicht wegzudenkende sozio-kulturelle Institution innerhalb der Dorfgemeinschaft. Zugleich sind Hotellerie und Gastronomie insbesondere auf dem „flachen Land“ systemrelevant.
Eine ungeheuer große Vielfalt zeichnet unsere Branche aus. Doch sie ist in Gefahr – vor allem in ländlichen Regionen, also genau dort, wo unsere Betriebe oftmals die letzten wichtigen regionalen Wirtschaftsmotoren sind.
Was ist passiert?
Immer mehr Akteure haben uns in den vergangenen Jahrzehnten von unserer Allround-Funktion des Vollversorgers in einer Gemeinde weggenommen. Jeder kommt auf die Idee, Essen, Wohnraum und Veranstaltungsräume anzubieten. Und dies nicht selten zu deutlich besseren Rahmenbedingungen als sie für unsere steuerzahlenden Betriebe gelten.
Doch Jammern hat noch nie weitergeholfen. Wir sind Unternehmer. Es wird Zeit, unseren Markt zurückzuerobern. Es ist an der Zeit zu Handeln. Es gilt den Strukturwandel, der ohne Frage fortschreitet, erfolgreich zu begegnen.
Dies ist jedoch nur in einem Dreiklang – als gemeinsame Kraftanstrengung aus Politik, Verband und Unternehmer – erfolgversprechend.
Die vorliegende Ausgabe von Gastgeber Bayern zeigt auf, wie sich der Verband branchennahen Institutionen und Vereinigungen geöffnet hat, um seiner Stimme bei Politik, Öffentlichkeit und Medien noch mehr Gewicht zu verleihen. Zugleich werden verbandspolitische Initiativen vorgestellt, die allesamt dem einen Ziel dienen, wirtschaftsfreundlichere Rahmenbedingungen zu erwirken, die dem Gastgewerbe eine erfolgreiche Zukunft versprechen. Schlussendlich sollen einzelne Beiträge auch konkrete Denkanstöße geben, wie Betriebe zukunftsfähiger aufgestellt werden können.
Lassen Sie uns gemeinsam unsere Chancen neu denken! Doch lesen Sie selbst…